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Praxisbeispiele

Wie strukturierte Energiebeschaffung im Immobilienbestand aussieht

Die folgenden Beispiele zeigen typische Ausgangslagen aus der Verwaltung von Wohn- und Gewerbeimmobilien, das jeweilige Vorgehen und die entstehende Struktur. Die Rechenwerte sind Nettopreise und gerundet.

Eigener Bestand

1. Eigener Bestand - BETTR.Realestate 

Bestandsprofil

  • 150.000 kWh Strom jährlich
  • 850.000 kWh Gas jährlich
  • 12 Energieversorger in der Ausgangssituation
  • über 90 Prozent der Lieferstellen in Grundversorgung

Projektzeitraum

Zwölf Wochen für Datenaufnahme, Strukturierung, Marktanfrage und Entscheidungsvorbereitung; Lieferumstellung entsprechend den jeweiligen Vertragsenden.

Ausgangslage

Im eigenen Immobilienbestand waren die Strom- und Gaslieferstellen auf 12 Energieversorger verteilt. Mehr als 90 Prozent der Lieferstellen befanden sich in der Grundversorgung. Rechnungen, Vertragsunterlagen und Zählerdaten lagen überwiegend in Papierakten und unterschiedlichen Postfächern. Eine zentrale Übersicht über Lieferstellen, Laufzeiten und Verbrauchsmengen fehlte.

Dadurch waren weder die gesamte Beschaffungssituation noch anstehende Entscheidungen mit vertretbarem Aufwand auf einen Blick erkennbar.

Vorgehen

Zunächst wurden die vorhandenen Unterlagen eingesammelt, digital geordnet und den jeweiligen Objekten und Lieferstellen zugeordnet. Verbräuche, Vertragsstände und vorhandene Kündigungsfristen wurden in einer gemeinsamen Arbeitsgrundlage zusammengeführt.

Auf dieser Basis wurden geeignete Anbieter angefragt und die beschaffungsfähigen Strom- und Gasmengen gebündelt. Die Strukturierung erfolgte in einen Rahmenvertrag für Strom und einen Rahmenvertrag für Gas. Vertragsbindungen und erforderliche Freigaben wurden bei der Umsetzung berücksichtigt.

Für die laufende Betreuung wurden eine feste Zuständigkeit und ein gemeinsamer digitaler Zugriff über das Portal des ausgewählten Energieversorgers eingerichtet.

Zahlenvergleich netto

Jahreskostenvergleich für 1. Eigener Bestand - BETTR.Realestate 
EnergieträgerJahresverbrauchPreis vorherPreis nachherKosten vorherKosten nachherErsparnis
Strom150.000 kWh36 ct/kWh26,2 ct/kWh54.000 €39.300 €14.700 € (27,22 %)
Gas850.000 kWh10 ct/kWh8,7 ct/kWh85.000 €73.950 €11.050 € (13,00 %)
Gesamt139.000 €113.250 €25.750 € (18,53 %)

Ergebnis

Die jährlichen Vergleichskosten sinken bei unveränderten Verbräuchen um insgesamt 25.750 Euro (18,53 Prozent). Gleichzeitig wird die Beschaffungsstruktur von 12 Versorgern auf zwei Rahmenverträge verdichtet. Lieferstellen, Laufzeiten und Verantwortlichkeiten sind zentral nachvollziehbar.

12 Versorger → 2 Rahmenverträge → 1 Versorgerportal → 1 feste Ansprechperson

  • zentrale Lieferstellenübersicht
  • nachvollziehbare Vertragsstände
  • weniger getrennte Versorgerkontakte
  • strukturierte Vorbereitung weiterer Beschaffungsentscheidungen
Mandat 02

2. WEG- und Mietverwaltung

Bestandsprofil

  • rund 1.200 verwaltete Einheiten
  • über 80 Wohnobjekte
  • rund 180 Lieferstellen, überwiegend Strom, ergänzend Gas
  • 17 Energieversorger
  • 1.200.000 kWh Strom jährlich
  • 6.000.000 kWh Gas jährlich

Projektzeitraum

Acht Wochen für Datenstrukturierung und Beschaffungsentscheidung; anschließende Umstellung entsprechend den bestehenden Laufzeiten.

Ausgangslage

Eine WEG- und Mietverwaltung betreut einen gewachsenen Wohnimmobilienbestand mit unterschiedlichen Versorgern und Vertragslaufzeiten. Kündigungstermine werden dezentral bearbeitet. Vertragsunterlagen und Rechnungen liegen bei mehreren Mitarbeitenden.

Für einen vollständigen Überblick müssen Informationen regelmäßig aus verschiedenen Postfächern und Ablagen zusammengetragen werden. Die interne Bearbeitung der Energieverträge beansprucht durchschnittlich 24 Stunden im Monat.

Vorgehen

BETTR.Energy führt die verfügbaren Lieferstellen- und Vertragsdaten zusammen und ordnet sie nach Laufzeiten, Kündigungsfristen und Versorgungsart. Anschließend werden passende Beschaffungsgruppen gebildet und geeignete Anbieter angefragt.

Die Lieferstellen werden mit ihren regulären Vertragsenden schrittweise in die neue Struktur überführt. Es entstehen vier Rahmenvereinbarungen mit zwei Versorgern, damit unterschiedliche Lieferbeginne berücksichtigt werden können.

Für die weitere Betreuung werden eine gemeinsame Fristenübersicht und ein klarer Kommunikationsweg eingerichtet. Entscheidungen und erforderliche Beschlüsse bleiben bei den jeweils zuständigen Stellen.

Zahlenvergleich netto

Jahreskostenvergleich für 2. WEG- und Mietverwaltung
EnergieträgerJahresverbrauchPreis vorherPreis nachherKosten vorherKosten nachherErsparnis
Strom1.200.000 kWh33 ct/kWh24,5 ct/kWh396.000 €294.000 €102.000 € (25,76 %)
Gas6.000.000 kWh10,5 ct/kWh8,1 ct/kWh630.000 €486.000 €144.000 € (22,86 %)
Gesamt1.026.000 €780.000 €246.000 € (23,98 %)

Ergebnis

Nach vollständiger Umstellung sinken die jährlichen Vergleichskosten um 246.000 Euro (23,98 Prozent). Die Zahl der Energieversorger reduziert sich von 17 auf zwei. Alle Lieferstellen werden in einer gemeinsamen Vertrags- und Fristenübersicht geführt.

Organisatorische Entlastung

Interne Bearbeitung der Energieverträge
vorher 24 Stunden pro Monat · nachher 5 Stunden pro Monat · Entlastung: 19 Stunden pro Monat beziehungsweise 79,17 Prozent (228 Stunden im Jahr)

Die Zeitersparnis wird separat ausgewiesen und ist nicht in den 246.000 Euro Energiekostenersparnis enthalten.

Das Beispiel veranschaulicht eine mögliche Strukturierung, ohne einen bestimmten Erfolg oder einen festen Leistungsumfang zuzusagen.

Mandat 03

3. Gewerbeportfolio

Bestandsprofil

  • knapp 20 Büro-, Handels- und Logistikimmobilien
  • rund 90 Lieferstellen, überwiegend Strom, ergänzend Gas
  • 9 Energieversorger
  • 8.000.000 kWh Strom jährlich
  • 4.000.000 kWh Gas jährlich

Projektzeitraum

Zehn Wochen für Datenaufnahme, Bildung der Beschaffungsgruppen und Entscheidungsvorbereitung; Umsetzung nach Freigabe und Ablauf bestehender Bindungen.

Ausgangslage

Ein professioneller Bestandshalter verwaltet ein gemischt genutztes Gewerbeportfolio. Die Immobilien unterscheiden sich hinsichtlich Verbrauchsprofil, Nutzung, Vertragslaufzeit und Anforderungen an die Versorgung.

Die bestehende Vertragsstruktur ist über mehrere Jahre gewachsen. Angebote lassen sich nur eingeschränkt vergleichen, weil unterschiedliche Laufzeiten und Preisbestandteile nebeneinanderstehen. Eine vollständige Bündelung aller Lieferstellen in einen einzigen Vertrag wäre für diesen Bestand nicht zweckmäßig.

Vorgehen

BETTR.Energy strukturiert die Lieferstellen nach Objektart, Verbrauchsprofil, Vertragsende und technischen Anforderungen. Auf dieser Grundlage werden geeignete Beschaffungsgruppen gebildet.

Für die einzelnen Gruppen werden lieferfähige Anbieter angefragt. Die Angebote werden nach Preisbestandteilen, Lieferzeiträumen und vertraglichen Anforderungen vergleichbar aufbereitet. Die Versorgung wird auf drei Energieversorger und sechs Rahmenvereinbarungen verteilt.

Die neue Struktur erhält objektspezifische Anforderungen und reduziert gleichzeitig unnötige Einzelabstimmungen.

Zahlenvergleich netto

Jahreskostenvergleich für 3. Gewerbeportfolio
EnergieträgerJahresverbrauchPreis vorherPreis nachherKosten vorherKosten nachherErsparnis
Strom8.000.000 kWh29 ct/kWh24 ct/kWh2.320.000 €1.920.000 €400.000 € (17,24 %)
Gas4.000.000 kWh9,8 ct/kWh8,4 ct/kWh392.000 €336.000 €56.000 € (14,29 %)
Gesamt2.712.000 €2.256.000 €456.000 € (16,81 %)

Ergebnis

Die jährlichen Vergleichskosten reduzieren sich um 456.000 Euro (16,81 Prozent). Statt neun Energieversorgern werden drei Anbieter eingesetzt, deren Angebote zu den unterschiedlichen Anforderungen des Portfolios passen.

  • Lieferstellen zentral erfasst
  • sechs klar zugeordnete Rahmenvereinbarungen
  • vergleichbare Entscheidungsunterlagen
  • objektspezifische Anforderungen berücksichtigt
  • zentrale Fristenübersicht für die nächste Beschaffung

Das Beispiel zeigt, dass eine sinnvolle Beschaffung nicht zwangsläufig auf einen einzigen Versorger oder Vertrag hinausläuft.

Mandat 04

4. Neue Objekte und Integration

Bestandsprofil

  • über 30 neu übernommene Verwaltungsobjekte
  • rund 300 zu betreuende Lieferstellen, überwiegend Strom
  • rund 90 Leerstands- beziehungsweise Mieterwechselvorgänge pro Jahr
  • 600.000 kWh Strom jährlich im betreuten Umfang
  • 2.000.000 kWh Gas jährlich im betreuten Umfang

Projektzeitraum

Sechs Wochen zur Einrichtung des Prozesses und Aufnahme des Ausgangsbestands; anschließend laufende Betreuung der Veränderungen.

Ausgangslage

Eine Verwaltung übernimmt zusätzliche Objekte. Gleichzeitig müssen regelmäßig Leerstände, Renovierungsphasen, Zählerwechsel und Neuvermietungen bearbeitet werden.

Für die Aufnahme neuer Lieferstellen fehlen einheitliche Datenanforderungen und feste Zuständigkeiten. Es dauerte intern durchschnittlich zehn Arbeitstage, bis ein Vorgang vollständig dokumentiert und zur weiteren Bearbeitung vorbereitet war.

Vorgehen

BETTR.Energy führt einen einheitlichen Aufnahmeprozess für Objekt- und Lieferstellenänderungen ein. Zählernummern, Zuordnung, Verbrauchsdaten und vorhandene Vertragsinformationen werden anhand einer gemeinsamen Checkliste erfasst.

Neue Lieferstellen werden in die bestehende Vertragsübersicht aufgenommen und in die Energielieferverträge integriert. Die Kommunikation mit den Energieversorgern wird im vereinbarten Umfang koordiniert. Erforderliche Erklärungen und Freigaben verbleiben bei der Verwaltung beziehungsweise dem zuständigen Vertragspartner.

Zahlenvergleich netto

Jahreskostenvergleich für 4. Neue Objekte und Integration
EnergieträgerJahresverbrauchPreis vorherPreis nachherKosten vorherKosten nachherErsparnis
Strom600.000 kWh38 ct/kWh25 ct/kWh228.000 €150.000 €78.000 € (34,21 %)
Gas2.000.000 kWh9,8 ct/kWh8,5 ct/kWh196.000 €170.000 €26.000 € (13,27 %)
Gesamt424.000 €320.000 €104.000 € (24,53 %)

Ergebnis

Nach vollständiger Umsetzung sinken die jährlichen Vergleichskosten der einbezogenen Lieferstellen um 104.000 Euro (24,53 Prozent). Gleichzeitig werden alle Lieferstellen in einem gemeinsamen Bestand geführt.

Organisatorische Entlastung

Interne Vorbereitung eines Änderungsvorgangs
vorher zehn Arbeitstage · nachher 2 Arbeitstage · Entlastung: Verkürzung dieser internen Bearbeitungsphase um acht Arbeitstage beziehungsweise 80 Prozent
Monatlicher interner Koordinationsaufwand
vorher 20 Stunden pro Monat · nachher 4 Stunden pro Monat · Entlastung: 16 Stunden monatlich beziehungsweise 80 Prozent (192 Stunden jährlich)

Die Bearbeitungszeit beschreibt ausschließlich den internen Prozess der Verwaltung. Sie ist keine Zusage für die Reaktions- oder Bearbeitungszeiten eines Energieversorgers.

Die finanzielle Ersparnis stammt aus dem Preisvergleich der einbezogenen Lieferstellen. Die separat dargestellte organisatorische Entlastung wird nicht zusätzlich als Energiekostenersparnis gezählt.

Hinweis zu den Beispielen

Die vorstehenden Darstellungen entstammen der betrieblichen Praxis und veranschaulichen typische Ausgangslagen sowie mögliche Entwicklungen. Sie begründen keinen Anspruch auf die genannten Preise, Kosten oder Ersparnisse. Energiepreise, Marktlage und die individuellen Verbrauchs- sowie Vertragswerte der jeweiligen Immobilienverwaltung beeinflussen das Ergebnis maßgeblich. Jede Entwicklung ist daher einzelfallbezogen zu betrachten.

Lernen Sie uns persönlich kennen.

Sprechen Sie uns an – im persönlichen Gespräch klären wir, ob eine Zusammenarbeit passt.